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Synopsis, Form

Eine Generalversammlung der Monte Verità-Mitglieder gibt dem Stück die formale Struktur: Willkommensbegrüssung des Präsidenten, Genehmigung der Statuten, Bericht des Kassiers. Die Zuschauer werden von den Interpreten als Mitglieder angesprochen.

Die allgemeine Versammlungsstimmung wird durch eine Gedenkfeier, Andacht und kontrastierende Diashow unterbrochen, in die bitter-süssen Texte vermischen sich die «Vier letzte Lieder» von Richard Strauss. Zwei Video-Kurzfilme als eine Art Sammlung aus Archiv sorgen für nostalgisch-poetische Aufhellungen und stellen sich den desillusionierten Interpreten* entgegen.

Druch die Kombination abstrakter Szenen, die sich aus Text, Musik und Aktionen der Interpreten zusammenstellen, ensteht eine Art «visuelle Klanglichkeit». Die gespielten Szenen aus Zitaten, Huldigungen und Aktivitäten der Kuristen von Monte Verità führen vorerst immer wieder in die nüchterne Stimmung der Versammlung zurück. Die Realität der Generalversammlung löst sich nach und nach in Erinnerungen an die damalige Zeit und Phantasien auf.